HyperCortex Mesh Protocol (HMP) — Kurzbeschreibung
Version: v5.0 (Core Specification Stable)
Datum: 2026
Was ist HMP?
Das HyperCortex Mesh Protocol (HMP) ist eine offene Spezifikation zum Aufbau dezentraler kognitiver Netzwerke autonomer Agenten.
HMP ermöglicht es Agenten:
- langfristige kognitive Kontinuität aufrechtzuerhalten,
- strukturiertes Wissen auszutauschen,
- Ziele und Handlungen zu koordinieren,
- verteilten Konsens zu erreichen,
- ethische Ausrichtung über heterogene Systeme hinweg sicherzustellen.
Im Gegensatz zu traditionellen zustandslosen AI-APIs betrachtet HMP Agenten als persistente kognitive Entitäten, eingebettet in ein Mesh aus gemeinsamem Denken und Gedächtnis.
Konzeptionelle Grundlage
HMP adressiert zentrale Herausforderungen der modernen KI- und AGI-Forschung:
- fehlende langfristige Gedächtniskontinuität,
- mangelnde dezentrale Koordination,
- eingeschränkte Interoperabilität zwischen autonomen Agenten,
- fehlende ethische Governance auf Protokollebene.
HMP schlägt eine geschichtete Architektur vor, in der Denken, Gedächtnis, Governance und Transport klar getrennt, jedoch interoperabel sind.
Zentrale Konzepte
Kognitive Agenten
Autonome Entitäten, die:
- mit eingebetteten oder externen KI-Modellen schlussfolgern,
- semantische Graphen pflegen,
- Entscheidungen in kognitiven Tagebüchern dokumentieren,
- an verteilter Koordination teilnehmen.
HMP definiert zwei Agententypen:
- Cognitive Core — Agent mit eingebettetem Reasoning-Modell und kontinuierlichem REPL-basiertem Denkzyklus.
- Cognitive Connector — Agent als Kompatibilitätsschicht für externe LLM-Systeme.
Container
HMP führt Container als atomare kognitive Einheiten ein.
Container sind:
- signiert,
- verifizierbar,
- über das Mesh transportierbar,
- strukturell unabhängig von der Implementierungssprache.
Sie verbinden lokales Denken mit verteilter Koordination.
Semantische Graphen & Tagebücher
- Semantische Graphen repräsentieren strukturiertes Wissen mit gewichteten Relationen.
- Kognitive Tagebücher speichern chronologische Denkspuren, Hypothesen, Beobachtungen und Reflexionen.
Gemeinsam gewährleisten sie Nachvollziehbarkeit des Denkens und Persistenz des Gedächtnisses.
Verteilte Koordination
HMP umfasst Mechanismen auf Protokollebene für:
- Ziel-Lifecycle-Management,
- verteilten Konsens,
- ethische Evaluation,
- Abfragen und Introspektion zwischen Agenten.
Governance ist evolutionär und vorschlagsbasiert organisiert.
Protokollarchitektur (v5)
HMP trennt:
- Kognitive Ebene — Reasoning, Tagebücher, Graphen, Reputation.
- Container-Ebene — atomare signierte Zustandsrepräsentation.
- Kernprotokolle — Konsens, Governance, Zielmanagement, Ethik.
- Transportschicht — DHT, P2P, libp2p, ANP oder benutzerdefinierte Netzwerke.
Diese Trennung ermöglicht Modularität, Skalierbarkeit und Interoperabilität.
Vertrauen & Verifizierbarkeit
- Kryptographische Signierung von Containern und Snapshots
- Reputationsprofile
- Optionale Sybil-Resistenz-Mechanismen
- Zukunftsorientierte Kompatibilität mit Post-Quantum-Kryptographie
Vertrauen wird als grundlegende Protokolleigenschaft behandelt.
Interoperabilität
HMP schreibt keine interne kognitive Architektur vor.
Es kann interoperieren mit:
- ANP (Agent Network Protocol)
- OpenCog Hyperon
- Ereignisgesteuerten Infrastrukturen
- LLM-basierten Systemen über den Cognitive Connector
HMP fokussiert sich auf kognitive Kontinuität und nicht ausschließlich auf Transportstandardisierung.
Beispielhafte Anwendungsbereiche
- Verteilte wissenschaftliche Zusammenarbeit
- Multi-Agenten-Forschungssysteme
- Netzwerke für ethische KI-Governance
- Persistente KI-Begleiter
- Mesh-basierte Wissensökosysteme
Status
- v5.0 Core Specification — Stable
- Early exploratory Python drafts (non-production, illustrative only)
- Fortlaufende architektonische Weiterentwicklung
- Offen für Audits und Beiträge
Weitere Informationen
Beiträge und Diskussionen sind im Hauptrepository willkommen.